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Der 13-jährige Antonio Castillo aus dem Projekt „Fußball für das Leben“
In den Elendsvierteln von Costa Ricas Hauptstadt San Jose haben Kinder und Jugendliche kaum Zukunftsperspektiven. Viele Arbeitslose und Saisonarbeiter aus Nicaragua sind im Viertel „ Tejarcillos“ gestrandet. „Tejarcillos“ steht für bittere Armut, Morde und Drogenhandel. Straßen gibt es kaum, nur Bretter führen durch de aufgehäuften Müll und über den Schlamm. Strom gibt es nur aus waghalsig angezapften Leitungen.. Die Regierung hat zwar ein paar Steinhäuser bauen lassen, doch die meisten Menschen leben in Hütten aus Holz und Wellblech. Die meisten Menschen sind arbeitslos.
Fast die Hälfte der 5000 Bewohner ist jünger als 18 Jahre. In der kleinen Schule wird in vier Schichten unterrichtet. Die meisten kommen nicht zum Lernen, sondern weil es in der Schule oft die einzige warme Mahlzeit am Tag gibt.
Um den Kindern und Jugendlichen eine Perspektive und Hoffnung für eine lebenswerte Zukunft zu geben, gründeten Mitglieder der lutherischen Kirche as Projekt „Futbol por la Vida“ (Fußball für das Leben). Die Hälfte der Teilnehmenden sind Mädchen. Im Projekt arbeiten ausgebildete Fußballtrainer, Sozialarbeiter und Psychologen.
Die Spielregeln bei „Futbol por la vida“ sind anders als sonst. Es geht nicht um Kampf oder Sieg. Nach dem Aufwärmen setzen sich die Spielerinnen und Spieler erst einmal zusammen und stellen die Regeln auf. Sie achten dann selbst auf die Einhaltung. Verstößt eine Mannschaft gegen eine Regel, bekommt die andere einen Freistoß. t. Ein Schiedsrichter ist überflüssig. Tore haben nur symbolischen Wert, wichtiger ist die gemeinsame Analyse am Ende des Spiels. Die fairste Mannschaft wird zum Sieger erklärt.
Neben den Trainings organisieren die Teamerinnen und Teamer Workshops zu Themen wie Sexualität, Drogen, HIV/AIDS, Häusliche Gewalt und Drogen. Statt in Banden zu rauben und zu morden, lernen die Kids Verantwortung zu übernehmen und Regeln einzuhalten. Ein bisschen Geld können sich die Jugendlichen mit Mülltrennung und Recycling verdienen. Viele sind jetzt motiviert, die Schule abzuschließen oder eine Ausbildung zu machen.
Damit Projekte wie diese das Leben von vielen Menschen verbessern, benötigen wir ihre Spenden. Schon jetzt sagen wir „Herzlichen Dank!“
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