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Ureinwohner bei einer Demonstration gegen die Vertreibung von ihrem Land
Der indische Bundesstaat Jharkand (im Nordosten zwischen Bihar und Orissa) ist reich an Rohstoffen. Hier gibt es Kohle, Eisenerz, Kalkstein und Uran. Für deren rücksichtslose Ausbeutung werden vor allem Ureinwohner von ihrem Land vertrieben. Die Organisation BIRSA (Bindra Institute for Research Study and Action) setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Ureinwohner /Adivasi ein und hilft den Menschen, sich zu wehren.
Fast alle Einwohner des Ortes Chhota Guntia leben vom Reisanbau. Mittelsmänner eines großen Stahlkonzerns kamen in das Dorf und wollten die Bewohner mit Versprechungen wie einer Gesundheitsstation und einer Schule überreden, ihr fruchtbares Land zu verkaufen, denn darunter befindet sich Eisenerz. Die Bauern wollten ihr fruchtbares Land nicht verkaufen und wandten sich an BIRSA. Sie führten Veranstaltungen durch, schrieben Petitionen, sprachen mit Politikern und organisierten eine große Demonstration. Mit Erfolg: der Stahlkonzern ließ von seinem Vorhaben ab, das über 10.000 Menschen in 16 Dörfern die Existenzgrundlage entzogen hätte.
Bisher wandten die Konzerne oft auch Gewalt bei den Vertreibungen an, die Menschen fanden sich ohne Perspektive in den Slums der Großstädte wieder. Auch Staudammprojekte tragen ebenfalls zu Vertreibungen ein. Dank BIRSA können viele solcher Gewaltakte verhindert werden. BIRSA hilft den Menschen auch, ihre Landwirtschaft ökologisch zu verbessern.
Angela Hesse, Brot-für-die-Welt-Beauftragte in Bermen, fährt im November 2011 nach Indien, um die Projekte zu den Themen „Landraub“ und „Kinderarbeit“ zu besuchen. Sie können sie danach gern zu Vorträgen oder Konfirmandentagen einladen.