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Lachende Gesichter nach der Streitschlichtung
In weiten Teilen der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo , der 9-Millionen-Metropole Kinshasa, herrschen nach 13 Jahren Bürgerkrieg immer noch Gewalt, Bandenkrieg und oftmals auch Anarchie.. Hinter vielen Gewalttaten steckt die pure Not. Jugendliche rauben Händler aus statt die Schule zu besuchen. Polizisten – seit Monaten nicht bezahlt – schikanieren Bürger und kassieren ab. Eltern setzen ihre Kinder aus. Aus dem Krieg gibt es noch viele Waffen.
Mit mehreren hundert Freiwilligen versucht die Organisation LIFDED (Ligue des Femmes pour le Developement et le Education a la Democratie), das Klima zu verändern und sich für einen friedlichen Umgang mit Konflikten einzusetzen.
Neben der alltäglichen Gewalt gehört sexuelle Ausbeutung in großem Ausmaß zum Alltag der Mädchen und Frauen im Kongo. Sogar Nachbarn vergewaltigen 10jährige und jüngere Mädchen und Frauen. LIFDED betreut die Opfer psychologisch und hilft ihnen, den Täter zu verklagen. LIFDED trägt auch die Kosten für Untersuchungen, Behandlung und die Anwälte. Das ist im Kongo alles andere als selbstverständlich. Seit 2006 gibt es zwar ein Gesetz gegen Vergewaltigungen, das scheint die Täter aber nicht zu interessieren.
Bei LIFDED gibt es allein für die 3 schlimmsten Stadtviertel 400 ausgebildete ehrenamtliche Mediatorinnen und Mediatoren, die versuchen, der Gewalt in Familie, Ehe und unter Nachbarn zu begegnen und sie zu schlichten. Viele Menschen rufen „ihren“ Friedensstifter an, wenn Nachbarn streiten oder Ehemänner zuschlagen.
Sie arbeiten in den „Roten Zonen“, wo sich auch die Polizei nicht hintraut. Ein weiterer Teil ihrer Arbeit ist die Prävention durch Theater und Seminare in Stadtteilen und Schulen. Dabei versuchen sie auch, gute Beziehungen zur Polizei aufzubauen, damit diese Vergewaltigung nicht mehr für ein Bagatelldelikt halten. Der Bürgermeister von Kinshasa unterstützt das und ist sehr dankbar für die gute Arbeit von LIFDED.